SC Weyhe - Newsartikel drucken


Autor: Marcel Kulesha
Datum: 13.12.2011


Doppelter Doppelpack macht Weyhe froh

 Weyhe. Fußballerische Magerkost sieht anders aus. "Das war ein sensationelles Spiel für die Zuschauer", schwärmte Horst Braakmann, Coach der B-Junioren des SC Weyhe. "Als Trainer wünscht man sich natürlich das ein oder andere Gegentor weniger." Zumal seine Elf das Geschehen in der Regionalliga Nord gegen den VfB Lübeck eigentlich unter Kontrolle hatte. Statt eines deutlichen Resultats gab es so einen 4:3 (2:1)-Erfolg zu bewundern.

"Unsere erste Halbzeit war mit Sicherheit eine der besten, die ich bislang von meiner Mannschaft gesehen habe", lobte Braakmann. "Die Jungs haben gekämpft und spielerisch überzeugt. Dazu war die Laufleistung klasse, wodurch wir die Lübecker bereits frühzeitig unter Druck gesetzt haben." Es dauerte in der Tat nicht lange, da zappelte der Ball erstmals im gegnerischen Netz. Jan Wohltmann versenkte einen Strafstoß (7.), nur zehn Minuten später bugsierte Philip Schönewolf die Kugel nach starker Vorarbeit von Maximilian Wirth über die Linie. "Danach hatten wir gefühlt Chancen im Minutentakt", hatte der Übungsleiter beobachtet. Zur Vorentscheidung reichte es dennoch nicht.

Stattdessen mussten die Weyher ihr Tempo nun etwas drosseln, die schwungvolle Anfangsphase forderte ihren Tribut. So kam der VfB besser in die Begegnung, ohne jedoch für große Gefahr zu sorgen. 120 Sekunden vor dem Pausenpfiff war es dann aber doch passiert, Bennet Dumke hatte eine Unachtsamkeit der SCW-Defensive genutzt. Horst Braakmann konnte dem Gegentreffer aber trotzdem etwas positives abgewinnen: "So ein spätes Tor muss nicht immer schlecht sein. Es sorgt manchmal sogar dafür, dass man konzentrierter in die zweite Halbzeit geht."

Er sollte sich nicht irren. Die Lübecker mussten nun offensiver zu Werke gehen, die entscheidenden Nadelstiche setzten aber die Platzherren. Erneut war es Wohltmann, der zur Stelle war und den Ball kompromisslos in den Winkel beförderte - 3:1 (51.). Zwar schlugen die Gäste noch einmal durch Yunus Emre Telli zurück (65.), spätestens nach dem zweiten Treffer von Schönewolf stand der Sieger aber fest (70.). Der Schlusspunkt durch Lübecks Telli war nicht mehr als eine Randnotiz. "Bislang war es eine gute Hinrunde, wenn wir am kommenden Wochenende noch gegen Norderstedt gewinnen, war es sogar eine sehr gute", meinte Braakmann.